Was koche ich heute? Schnelle Familiengerichte für Mittag- und Abendessen

Familienalltag & Küche

Was koche ich heute? Schnelle Familiengerichte für Mittag- und Abendessen

Von studio_bine · einfache Familienküche für einen ganz normalen Alltag

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„Was koche ich heute?“ gehört vermutlich zu den Fragen, die ich mir in meinem Leben schon ein paar tausend Mal gestellt habe.

Mal geht es ums Mittagessen, mal ums Abendessen und manchmal weiß ich schon morgens, dass ich später keine große Lust haben werde, lange in der Küche zu stehen. Ideen für Familiengerichte kenne ich eigentlich genug. Trotzdem gibt es diese Tage, an denen mir partout nichts einfällt oder an denen alles, was mir einfällt, plötzlich zu aufwendig erscheint.

Mit Kindern kommt natürlich noch dazu, dass nicht unbedingt alle auf dasselbe Lust haben. Das eine Kind mag die Soße gerade nicht, das andere hätte lieber Kartoffeln und man selbst würde am liebsten einfach irgendetwas kochen, das schnell auf dem Tisch steht und möglichst wenig Diskussion auslöst. Deshalb habe ich über die Jahre einige Familiengerichte gesammelt, auf die ich immer wieder zurückkomme. Die meisten funktionieren mittags genauso gut wie abends und lassen sich verändern, je nachdem, was wir gerade zu Hause haben.

Schnelles Familiengericht für Mittagessen oder Abendessen

Was koche ich heute? Ein paar Familiengerichte, die bei uns immer wieder funktionieren

Wenn mir selbst nichts einfällt, hilft mir eine überschaubare Auswahl viel mehr als eine endlose Rezeptsammlung. Ganz weit oben stehen bei uns natürlich Nudeln. Eine schnelle Tomatensoße geht fast immer, genauso Pesto oder eine Soße aus Frischkäse und Gemüse. Wenn noch Tomaten, Zucchini, Paprika oder anderes Gemüse da sind, kommen die einfach mit hinein. So entsteht aus demselben Grundgericht jedes Mal etwas anderes.

Wraps finde ich für Familien ebenfalls ziemlich praktisch. Ich stelle verschiedene Sachen auf den Tisch und jeder kann selbst entscheiden, was hineinkommt. Salat, Gurke, Tomate, Käse, Hähnchen, Bohnen oder Reste vom Vortag funktionieren dafür wunderbar. Gerade wenn die Geschmäcker am Tisch unterschiedlich sind, erspart das einiges an Diskussion.

Auch Gnocchi landen bei uns regelmäßig in der Pfanne. Mit etwas Gemüse und einer schnellen Soße ist daraus ziemlich flott ein komplettes Essen gemacht. Dasselbe gilt für Reis. Wenn vom Vortag noch welcher übrig ist, lässt sich daraus mit Gemüse und Ei eine schnelle Reispfanne machen. Je nachdem, was da ist, kann natürlich auch Hähnchen, Tofu oder etwas anderes dazu.

Kartoffeln sind für mich ebenfalls so ein Lebensmittel, aus dem sich immer irgendetwas machen lässt. Ganz schlicht mit Kräuterquark und Rohkost mögen wir sie genauso wie als Ofenkartoffeln oder zusammen mit Gemüse vom Blech. Der Vorteil bei Ofengerichten ist für mich vor allem, dass ich nach der Vorbereitung nicht mehr die ganze Zeit danebenstehen muss.

Und dann gibt es die wirklich einfachen Sachen. Rührei oder Omelett mit Brot und etwas Rohkost zum Beispiel. Eine Suppe mit Brot. Flammkuchen, wenn noch Gemüse und Käse wegmüssen. Oder eine bunte Brotzeit mit Brot, Käse, Aufstrichen, Gemüse und Obst. Gerade im Familienalltag habe ich irgendwann aufgehört, solche Mahlzeiten als irgendwie weniger richtig anzusehen. Wenn alle satt werden und es für den Tag passt, ist es ein vollkommen vernünftiges Essen.

Dasselbe gilt übrigens für Reste. Wenn noch Nudeln, Kartoffeln, Reis oder Gemüse vom Vortag da sind, versuche ich inzwischen eher, daraus etwas zu machen, als automatisch wieder von vorne anzufangen. Und selbstverständlich gibt es bei uns auch Tiefkühlgerichte oder andere schnelle Lösungen. Ich kenne keine Familie, in der jeden Tag frisch und aufwendig gekocht wird, und ich finde auch nicht, dass das der Anspruch sein muss.

Wenn es wirklich schnell gehen muss

Dann denke ich zuerst an Nudeln mit Pesto oder Tomatensoße, Rührei mit Brot, Wraps, eine schnelle Gnocchi-Pfanne oder eine Brotzeit. Wenn ich ein paar Minuten für die Vorbereitung habe, aber danach nicht mehr viel machen möchte, sind Kartoffeln und Gemüse aus dem Ofen meine liebsten Kandidaten.

Mittagessen oder Abendessen? Bei uns ist das gar nicht so streng getrennt

Ich unterscheide beim Planen inzwischen kaum noch zwischen typischen Gerichten fürs Mittagessen und typischen Gerichten fürs Abendessen. Nudeln schmecken schließlich nicht nur um zwölf Uhr und Kartoffeln mit Kräuterquark funktionieren am Abend genauso gut. Gerade dadurch wird die Auswahl für mich viel größer.

Wenn ich nach einem schnellen Abendessen für die Familie suche, sind das im Grunde dieselben Gerichte, die ich auch an einem freien Tag mittags kochen würde. Und wenn mittags wenig Zeit ist, darf es genauso unkompliziert sein wie abends. Diese Trennung macht für unseren Alltag einfach keinen großen Sinn.

Viel wichtiger ist mir, dass das Gericht zur verfügbaren Zeit passt. Wenn es schnell gehen muss, wähle ich etwas, das in einer Pfanne oder einem Topf funktioniert. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, kann ein Blech in den Ofen. Und wenn wirklich gar keine Zeit da ist, wird aus Brot, Käse, Gemüse und Obst eben ein Abendessen.

Einfache Ideen für Mittagessen und Abendessen mit der Familie

Wenn das Familienessen günstig sein soll, schaue ich zuerst in die Küche

Gerade wenn ich beim Einkaufen ein bisschen auf die Kosten achten möchte, versuche ich nicht, jeden Tag ein bestimmtes Rezept exakt nach Einkaufsliste nachzukochen. Ich schaue lieber zuerst, was wir noch zu Hause haben. Oft liegt die Lösung nämlich schon im Vorratsschrank.

Nudeln, Reis und Kartoffeln sind dafür natürlich dankbar. Dazu kommen bei uns Eier, Hülsenfrüchte, Tiefkühlgemüse und das Gemüse, das gerade Saison hat oder sowieso noch im Kühlschrank liegt. Aus diesen Sachen kann ich ziemlich viele unterschiedliche Familiengerichte machen, ohne für jedes davon zehn neue Zutaten kaufen zu müssen.

Das hat bei mir noch einen zweiten Effekt: Ich werfe weniger weg. Früher habe ich durchaus eine neue Packung gekauft und zwei Tage später festgestellt, dass hinten im Schrank noch eine angebrochene stand. Seit ich vor der Planung einmal kurz durchsehe, was vorhanden ist, passiert mir das deutlich seltener.

Irgendwann habe ich verstanden, was mich an der Frage eigentlich so nervt

Das Interessante ist nämlich, dass mir die Ideen fürs Essen eigentlich nie wirklich gefehlt haben. Wenn ich fünf Minuten darüber nachdenke, fallen mir ohne Probleme Nudeln, Kartoffeln, Reis, Suppe, Wraps und noch einiges mehr ein.

Was mich irgendwann genervt hat, war dieses tägliche Entscheiden. Jeden Tag wieder überlegen, was wir essen könnten, nachsehen, ob alles da ist, vielleicht noch schnell einkaufen und dabei gleichzeitig im Kopf haben, was in den nächsten Tagen gebraucht wird. Das ist für sich genommen keine riesige Aufgabe. Wenn aber sowieso schon genug andere Dinge im Kopf sind, ist es eben noch eine Sache mehr, um die man sich kümmern muss.

Deshalb habe ich irgendwann angefangen, mir einmal in der Woche ein paar Gerichte aufzuschreiben. Ganz unspektakulär und vor allem nicht als festen Plan, an den sich anschließend alle halten müssen. Ich möchte am Sonntag schließlich noch nicht entscheiden müssen, worauf wir am Freitag garantiert Lust haben werden.

So mache ich es heute

Ein paar Ideen für die Woche aufschreiben und trotzdem flexibel bleiben

Ich notiere mir mehrere Gerichte, die in der Woche infrage kommen, und schreibe dazu auf, was beim Einkauf noch fehlt. Wenn wir Dienstag lieber das essen möchten, was eigentlich für Donnerstag gedacht war, wird eben getauscht. Mir geht es nur darum, nicht jeden Tag wieder komplett neu überlegen zu müssen.

Genau dafür nutze ich meinen Wochen-Mahlzeitenplaner. Er ist bewusst einfach gehalten, weil ich keine zusätzliche Organisationsaufgabe wollte, sondern etwas, das mir tatsächlich Arbeit abnimmt.

Wochen-Mahlzeitenplaner ansehen →
Mahlzeitenplaner für Familiengerichte und Einkaufsliste

Mein Wochenplan ist eher eine Auswahl als ein fester Plan

Das ist für mich tatsächlich der entscheidende Unterschied. Wenn ich Montag bis Sonntag komplett durchplane und anschließend das Gefühl habe, am Mittwoch unbedingt das vorgesehene Gericht kochen zu müssen, hilft mir die Planung nicht mehr. Dann habe ich mir nur eine neue Verpflichtung geschaffen.

Meistens schreibe ich deshalb einige Gerichte auf, von denen ich weiß, dass sie in dieser Woche gut passen könnten. Darunter sind immer ein oder zwei Sachen, die besonders schnell gehen. Außerdem plane ich inzwischen ganz selbstverständlich mit Resten. Wenn ich weiß, dass eine Portion wahrscheinlich für den nächsten Tag reicht, muss ich dort gar kein weiteres Essen einplanen.

Und natürlich kommt trotzdem etwas dazwischen. Wir sind länger unterwegs, jemand isst woanders oder plötzlich hat niemand Lust auf das, was ursprünglich gedacht war. Dann wird der Plan geändert. Genau dafür ist er schließlich da.

Vorbereiten heißt bei mir nicht, sonntags für die ganze Woche zu kochen

Mit klassischem Meal Prep, bei dem am Wochenende eine ganze Reihe identischer Mahlzeiten vorbereitet wird, kann ich persönlich nicht besonders viel anfangen. Ich weiß oft noch gar nicht, worauf wir einige Tage später Lust haben.

Was ich aber sehr praktisch finde, ist beim Kochen gleich ein bisschen weiterzudenken. Wenn ich eine Tomatensoße mache, kann ich mehr davon kochen. Wenn ich Gemüse schneide, kann ich einen Teil für den nächsten Tag vorbereiten. Reis oder Kartoffeln koche ich ebenfalls gerne etwas großzügiger, wenn ich schon weiß, dass ich daraus am nächsten Tag noch etwas machen kann.

So spare ich tatsächlich Zeit, ohne dass sich unser Kühlschrank sonntags schon mit fertig portionierten Mahlzeiten für die komplette Woche füllt.

Für solche vorbereiteten Zutaten und für Reste nutze ich gerne vernünftige Meal-Prep-Boxen. Vor allem finde ich praktisch, dass ich im Kühlschrank direkt sehe, was noch da ist und was ich beim nächsten Essen verwenden kann.

Die Meal-Prep-Boxen ansehen, die ich nutze →

Auch ein bisschen Ordnung im Vorrat hilft mir beim Kochen

Ich hätte früher nicht gedacht, dass das einen besonders großen Unterschied macht. Aber wenn ich sehe, welche Lebensmittel vorhanden sind, fallen mir tatsächlich schneller Gerichte dazu ein.

Eine angebrochene Packung Reis, Nudeln irgendwo ganz hinten und drei verschiedene offene Tüten machen es mir schwerer als ein Vorrat, bei dem ich auf einen Blick sehe, was noch da ist. Gerade wenn ich spontan ein Mittagessen oder ein schnelles Abendessen für die Familie zusammenstellen möchte, hilft mir dieser Überblick.

Deshalb nutze ich inzwischen gerne einheitliche Vorratsdosen. Das ist sicherlich kein Muss für eine funktionierende Küche, für mich persönlich macht es die Sache aber übersichtlicher und ich verbrauche angebrochene Lebensmittel zuverlässiger.

Meine Vorratsdosen ansehen →

Vorbereitete Zutaten und Vorräte für schnelle Familiengerichte

Am Ende muss Familienessen vor allem in den Alltag passen

Ich habe inzwischen deutlich weniger Anspruch daran, dass jedes Essen besonders kreativ sein muss. Natürlich probiere ich gerne neue Sachen aus und natürlich gibt es Tage, an denen ich Lust habe, länger zu kochen. An einem normalen Dienstag kann es aber genauso gut Nudeln mit Tomatensoße geben, obwohl es die zwei Wochen vorher auch schon Nudeln gab.

Für mich ist viel wichtiger geworden, dass wir eine Auswahl an Gerichten haben, die alle grundsätzlich mögen und die sich unserem Alltag anpassen lassen. Manche davon sind günstig, manche besonders schnell und andere eignen sich gut, um Reste aufzubrauchen. Genau diese Mischung funktioniert bei uns besser als der Anspruch, ständig etwas Neues erfinden zu müssen.

Und wenn ich einmal überhaupt keine Lust zum Kochen habe, darf das ebenfalls sein. Eine Brotzeit oder etwas aus dem Tiefkühler macht aus einem normalen Familientag schließlich keinen schlechteren Tag.

Was koche ich heute? Ich möchte darüber einfach nicht jeden Tag neu nachdenken

Genau darauf läuft es für mich inzwischen hinaus. Ich brauche keine riesige Sammlung komplizierter Rezepte, um unsere Familie mittags oder abends satt zu bekommen. Ein paar Gerichte, die zuverlässig funktionieren, ein vernünftiger Vorrat und ein grober Überblick über die Woche reichen meistens schon.

Seit ich mir vorher einige Möglichkeiten aufschreibe, ist die Frage „Was essen wir heute?“ natürlich nicht komplett aus unserem Leben verschwunden. Aber sie fühlt sich nicht mehr jedes Mal so an, als müsste ich die Antwort gerade neu erfinden.

Und wenn der Plan an einem Tag überhaupt nicht passt, wird er eben geändert. Für mich ist genau das inzwischen eine gute Alltagsorganisation: Sie hilft, solange sie gebraucht wird, und darf flexibel bleiben, wenn das echte Leben dazwischenkommt.

Wenn du dir ein paar Gerichte für die nächste Woche direkt aufschreiben möchtest

In meinem Wochen-Mahlzeitenplaner ist Platz für deine Gerichte und die passende Einkaufsliste. Ich mag daran gerade, dass man damit planen kann, ohne aus der ganzen Sache ein kompliziertes System zu machen.

Meinen Mahlzeitenplaner ansehen →

Häufige Fragen zu schnellen Familiengerichten

Was kann ich heute schnell für die Familie kochen?

Wenn es schnell gehen soll, eignen sich zum Beispiel Pasta mit einer einfachen Soße, Wraps, eine Gnocchi- oder Reispfanne, Rührei mit Brot, Kartoffeln mit Kräuterquark oder eine Brotzeit. Viele dieser Gerichte lassen sich mit dem kombinieren, was ohnehin noch im Kühlschrank liegt.

Welche Familiengerichte eignen sich für Mittag- und Abendessen?

Pasta, Kartoffelgerichte, Reis- und Gemüsepfannen, Wraps, Suppen oder Omelett funktionieren für mich mittags genauso gut wie abends. Eine feste Trennung zwischen Mittagessen und Abendessen brauche ich deshalb bei der Wochenplanung nicht.

Was kann ich günstig für die Familie kochen?

Gerichte mit Nudeln, Reis, Kartoffeln, Eiern, Hülsenfrüchten und saisonalem Gemüse lassen sich häufig günstig zubereiten. Ich schaue außerdem zuerst nach vorhandenen Lebensmitteln und plane dann das Gericht, damit angebrochene Vorräte und Reste möglichst mitverwendet werden.

Was kann ich kochen, wenn ich keine Idee habe?

Mir hilft eine kleine Auswahl an Gerichten, die ich ohne Rezept kochen kann. Nudeln, Kartoffeln, Reis, Wraps und Eier sind gute Ausgangspunkte, weil sie sich mit vielen vorhandenen Zutaten kombinieren lassen. So muss nicht jedes Mal ein komplett neues Gericht gefunden werden.

Wie plane ich Familiengerichte für eine Woche?

Ich schreibe mehrere Gerichte auf, die für die kommende Woche infrage kommen, und ergänze die benötigten Lebensmittel auf meiner Einkaufsliste. Die Reihenfolge bleibt flexibel. Dadurch habe ich Ideen zur Auswahl, kann aber trotzdem spontan tauschen oder einen Restetag einschieben.


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