Es gibt diesen einen Moment im Sommer, den ich jedes Jahr aufs Neue kenne. Die Kinder kommen schwitzend rein, schauen mich mit diesem Blick an, und ich öffne die Gefriertruhe – und da ist nichts. Kein Eis, keine Wassereis, nichts. Genau dieser Moment hat dazu geführt, dass wir bei uns schon seit Jahren Eis selbst machen. Nicht weil ich besonders viel Zeit hätte oder irgendwelche komplizierten Maschinen besitzen wollte, sondern weil ich irgendwann gemerkt habe: Das ist wirklich einfacher als gedacht. Und es schmeckt oft ehrlich gesagt besser als das, was man kauft.
Was ich in den letzten Jahren ausprobiert habe, sammle ich hier. Die Rezepte, die ich aufgeschrieben habe, sind die, die bei uns regelmäßig gemacht werden. Also nicht die, die einmal toll klangen und dann nie wieder. Sondern die, die wirklich funktionieren, die Kinder mögen und bei denen ich nicht das Gefühl habe, stundenlang in der Küche zu stehen.
1. Erdbeer Joghurt Eis am Stiel
Dieses Eis ist bei uns jedes Jahr das erste, das wir machen, sobald die ersten heimischen Erdbeeren auf dem Markt auftauchen. Es ist frisch, nicht zu süß, und das Beste daran: Es ist in wenigen Minuten vorbereitet und muss nur noch gefrieren. Ich mache meistens direkt eine größere Menge, weil die Formen bei uns schneller leer sind als ich dachte.
Zutaten für etwa 6 Eisformen
- 250 g frische Erdbeeren
- 300 g griechischer Joghurt (3,5 % Fett)
- 2–3 EL Honig (je nach Süße der Erdbeeren)
Zubereitung
Die Erdbeeren waschen, putzen und grob zerkleinern. Zusammen mit dem Joghurt und dem Honig in einem Mixer oder mit dem Stabmixer fein pürieren. Für die meisten Rezepte reicht übrigens ein einfacher Stabmixer völlig aus. Damit sind die Früchte in wenigen Sekunden püriert. Wer etwas Biss möchte, hebt ein paar kleine Erdbeerstücke unter, die man vorher beiseitegelegt hat. Die Masse in die Eisformen füllen, Stiele einstecken und mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, einfrieren. Falls ihr noch keine Eisformen zu Hause habt: Mit wiederverwendbaren Eisformen klappt das Ganze deutlich entspannter als mit improvisierten Bechern und Holzstielen.
Der griechische Joghurt gibt dem Eis eine angenehme Cremigkeit, ohne dass es schwer wird. Ich nehme bewusst keinen fettarmen Joghurt, weil das Eis sonst zu eisig wird und weniger Schmelz hat.

2. Orangeneis aus drei Zutaten
Dieses Eis erinnert mich ehrlich gesagt immer an Urlaub. Warum auch immer, aber sobald ich es aus der Form ziehe und der erste Bissen dieses leicht zitrusfrische, cremige Aroma hat, und den ersten Bissen nehme, bin ich gedanklich kurz irgendwo am Meer. Dabei ist es wirklich das Einfachste, was man machen kann – drei Zutaten, fünf Minuten, fertig.
Zutaten für etwa 6 Eisformen
- 300 ml frisch gepresster oder hochwertiger Orangensaft
- 150 g Naturjoghurt
- 1–2 EL Honig
Zubereitung
Alle Zutaten mit dem Handmixer miteinander verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Die Mischung in die Eisformen füllen, Stiele einstecken und mindestens 4 bis 5 Stunden einfrieren. Wer es besonders frisch mag, gibt noch etwas abgeriebene Orangenschale dazu – das macht den Unterschied.
Was ich mag: Das Eis ist nicht süßlich übertrieben. Die leichte Säure der Orange hält es frisch und erfrischend, auch wenn man zwei davon isst. Alles gut verrühren und direkt danach in die Formen füllen – nicht lange stehen lassen, dann klappt es perfekt. Bei uns landet manchmal noch ein kleiner Schuss Sahne in der Mischung. Das macht das Eis etwas cremiger, ist aber kein Muss. Die Grundversion funktioniert auch ohne wunderbar.

3. Wassermelonen Eis
Ich weiß, es klingt fast zu simpel, um darüber zu schreiben. Aber genau das ist es, was ich so daran liebe. Wassermelone ist im Sommer sowieso immer im Haus, und dieses Eis braucht keine Maschine, keine Sahne, keine langen Vorbereitungen. Es ist das Rezept, das ich empfehle, wenn Kinder mitmachen wollen, weil sie wirklich kaum etwas falsch machen können.
Zutaten für etwa 8 Eisformen
- 600 g Wassermelonenfleisch (ohne Schale und Kerne)
- Saft von 1 Limette (optional, aber empfehlenswert)
Zubereitung
Das Wassermelonenfleisch grob würfeln, Kerne entfernen und im Mixer fein pürieren. Den Limettensaft dazugeben und kurz verrühren. Die Masse in Eisformen füllen und mindestens 5 Stunden einfrieren.
Die Farbe ist atemberaubend, das sei nebenbei erwähnt. Dieses leuchtende Pink-Rot kommt komplett natürlich, kein Färbemittel, kein Zucker, nichts. Meine Kinder lieben dieses Eis schon allein deshalb, weil es so aussieht.
Wer regelmäßig Eis ohne Eismaschine zubereitet, wird ein gutes Mixgerät schnell zu schätzen wissen. Wenn ich nur ein Gerät empfehlen dürfte, wäre es wahrscheinlich das Ninja Foodi 3-in-1 Hand- & Stabmixer Set. Es ersetzt bei uns Handmixer und Pürierstab und ist schnell genug zur Hand, wenn die Kinder spontan Eis machen möchten.

4. Mango Kokos Eis
Wenn ich dieses Eis mache, kommt meistens ein Kommentar in der Art von „riecht hier irgendwie nach Urlaub“. Das ist eigentlich das schönste Lob für ein Sommereis. Mango und Kokos sind eine dieser Kombis, die einfach funktionieren, ohne dass man viel erklären muss. Das Eis wird durch die Kokosmilch wunderbar cremig und hat einen langen, runden Nachgeschmack. Alternativ kannst du statt Kokosmilch auch 200 ml Schlagsahne verwenden. Das Ergebnis wird etwas weniger exotisch, aber genauso cremig.
Zutaten für etwa 6 Eisformen
- 1 reife Mango (ca. 300 g Fruchtfleisch)
- 200 ml Kokosmilch (vollfett aus der Dose)
- 1–2 EL Ahornsirup oder Honig (je nach Süße der Mango)
Zubereitung
Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern schneiden und grob würfeln. Zusammen mit der Kokosmilch und dem Ahornsirup im Mixer fein pürieren, bis eine glatte Masse entsteht. In Eisformen füllen und mindestens 5 Stunden einfrieren.
Wichtig: Bitte wirklich vollfette Kokosmilch nehmen, nicht die Kokoscreme zum Trinken aus dem Tetrapack. Der Fettgehalt ist entscheidend für die Cremigkeit, und der Unterschied im Ergebnis ist enorm.

5. Joghurt Heidelbeer Eis
Heidelbeeren gehören für mich zu den unterschätzten Sommerfrüchten für Eis. Sie haben eine natürliche Süße, eine leichte Säure, und die Farbe, die sie dem Eis geben, ist dieses tiefe Blauviolett, das irgendwie magisch aussieht. Dieses Eis ist eines der wenigen, bei denen ich auch gerne gefrorene Beeren nehme, weil das Ergebnis kaum schlechter wird – und man es so das ganze Jahr über machen kann.
Zutaten für etwa 6 Eisformen
- 250 g Heidelbeeren (frisch oder TK, aufgetaut)
- 300 g griechischer Joghurt
- 2 EL Honig
Zubereitung
Heidelbeeren, Joghurt und Honig in einem Mixer fein pürieren. Die Masse in Eisformen füllen und mindestens 4 Stunden einfrieren. Wer möchte, lässt ein paar ganze Beeren in die Formen fallen, bevor man die Masse einfüllt – das sieht bei durchsichtigen Formen besonders hübsch aus.

6. Schoko Bananen Eis ohne Eismaschine
Dieses Rezept erkläre ich Besuchern immer mit einem leichten Grinsen, weil die Reaktion meistens gleich ist: erst Skepsis, dann ungläubiges Staunen, dann „Wie hast du das gemacht?“ Eingefrorene Bananen, die man püriert, werden tatsächlich cremig wie Speiseeis. Ich weiß nicht, was genau in der Banane passiert, aber es ist jedes Mal ein bisschen wie Zauberei.
Zutaten für 2 Portionen
- 3 reife Bananen
- 2 EL Kakaopulver (ungesüßt)
- 1 Prise Salz
Zubereitung
Die Bananen schälen, in Scheiben schneiden und auf einem Teller oder Backblech für mindestens 3 Stunden einfrieren, besser über Nacht. Die gefrorenen Bananenstücke mit dem Kakaopulver und der Prise Salz in einen Hochleistungsmixer oder eine Küchenmaschine geben und so lange pürieren, bis eine cremige, glatte Masse entsteht. Das dauert ein bis zwei Minuten und sieht zwischendurch krümelig aus – einfach weitermachen, es wird cremig.
Das Ergebnis ist kein klassisches Schokoladeneis, aber es kommt erstaunlich nah heran. Ich füge manchmal noch einen Esslöffel Erdnussbutter dazu, und dann ist es ehrlich gesagt ein Highlight.

7. Himbeer Cheesecake Eis für die Ninja Creami
Jetzt kommen die Rezepte, für die ich ehrlich sagen muss: Hier hat die Ninja Creami mein Leben verändert. Ich klinge damit wahrscheinlich wie jemand, der zu viel Zeit auf Foodblogs verbringt – aber ich meine es so. Wirklich cremiges Eis, das sich schön löffeln lässt und nicht hart oder voller Eiskristalle wird, gelingt ohne die richtige Maschine nur selten. Die Ninja Creami löst dieses Problem auf eine Art, bei der ich immer noch ein bisschen fassungslos bin, wie gut das Ergebnis ist.
Zutaten für einen Behälter (ca. 2–3 Portionen)
- 150 g Frischkäse (Doppelrahm)
- 200 ml Vollmilch
- 100 ml Sahne
- 150 g Himbeeren (frisch oder TK)
- 3 EL Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
Alle Zutaten zusammen in einem Behälter gut verrühren oder kurz mit dem Stabmixer pürieren, damit die Himbeeren verteilt sind. Die Masse in den Ninja Creami Behälter füllen – bis zur Füllmarkierung, nicht mehr – und mindestens 24 Stunden einfrieren. Danach mit der Einstellung „Ice Cream“ verarbeiten. Falls die Konsistenz nach einem Durchgang noch nicht cremig genug ist, einfach den „Re-Spin“ nutzen.
Das Ergebnis schmeckt wie ein Himbeer Cheesecake, der sich entschieden hat, ein Eis zu werden. Wenn ich daran denke, wie viel Geld wir früher für Eis ausgegeben haben, wäre mir das damals fast unheimlich vorgekommen.

8. Cookies and Cream Eis aus der Ninja Creami
Dieses Eis ist bei uns das, was ich mache, wenn Besuch kommt und ich etwas präsentieren will, das alle mögen. Es ist unkompliziert, es sieht gut aus, und jeder, der eine Vorliebe für Kekse und Vanille hat, ist sofort verloren. Das Ergebnis überrascht mich jedes Mal aufs Neue: eine cremige Konsistenz, die man von selbst gemachtem Eis oft gar nicht erwartet.
Zutaten für einen Behälter (ca. 2–3 Portionen)
- 300 ml Vollmilch
- 100 ml Sahne
- 2 EL Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 6–8 Oreo Kekse (oder ähnliche Schoko Sandwichkekse)
Zubereitung
Milch, Sahne, Puderzucker und Vanilleextrakt miteinander verquirlen und in den Ninja Creami Behälter füllen. Mindestens 24 Stunden einfrieren. Mit dem Programm „Ice Cream“ verarbeiten. Danach ein Loch in die Mitte des Eises drücken, die grob zerbrochenen Kekse hineingeben und mit „Mix In“ nochmals verarbeiten.
Die Keksstücke bleiben in schönen Brocken erhalten und werden nicht zu Pulver gemahlen. Genau das macht dieses Rezept besonders – man spürt die Kekse wirklich noch.
9. Kaffee Eis für Eltern
Ich sage es ehrlich: Dieses Eis mache ich für mich. Also, für uns Erwachsene. Die Kinder sind dann schon im Bett, es ist warm draußen, und dieses Kaffee Eis auf der Terrasse ist eine der kleinen Freuden des Sommers, für die ich wirklich dankbar bin. Es ist intensiv, cremig, nicht zu süß, und der Espresso gibt ihm diesen runden, leicht bitteren Abschluss, der Vanilleeis für immer langweilig macht.
Zutaten für einen Behälter (ca. 2–3 Portionen)
- 250 ml Vollmilch
- 100 ml Sahne
- 2 Espresso Shots (ca. 60 ml, abgekühlt)
- 2 EL Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
Zubereitung
Alle Zutaten miteinander verquirlen und in den Ninja Creami Behälter füllen. Mindestens 24 Stunden einfrieren. Mit dem Programm „Ice Cream“ verarbeiten, bei Bedarf einmal Re-Spin.
Wer keinen Espresso hat, kann auch sehr starken Filterkaffee nehmen – das Ergebnis ist etwas milder, aber ebenfalls sehr gut. Ich gebe manchmal noch ein paar Schokoraspeln als Topping dazu.

10. Zitronen Joghurt Eis
Das letzte Rezept ist mein persönlicher Geheimtipp für alle, die nach einem langen heißen Tag etwas wollen, das wirklich erfrischend ist. Kein schweres Sahneeis, kein intensives Fruchteis, sondern etwas Leichtes, Frisches, das im Abgang fast ein bisschen prickelt. Dieses Eis ist bei uns meistens die Antwort auf „ich will eigentlich kein Eis, aber irgendwas Kaltes“.
Zutaten für etwa 6 Eisformen
- 400 g Naturjoghurt
- Saft von 2 Zitronen
- Abrieb von 1 Bio Zitrone
- 2–3 EL Honig
Zubereitung
Joghurt, Zitronensaft, Zitronenabrieb und Honig gut miteinander verrühren. Die Masse in Eisformen füllen und mindestens 4 bis 5 Stunden einfrieren.
Der Zitronenabrieb ist hier kein optionales Extra – er macht den Unterschied zwischen einem netten Joghurteis und einem Eis, das man sich merkt. Bitte Bio Zitronen verwenden, weil die Schale der konventionell angebauten wirklich nicht in das Eis gehört.
Lohnt sich die Ninja Creami wirklich – oder reichen einfache Eisformen?
Das ist die Frage, die ich am häufigsten gestellt bekomme, wenn ich über selbstgemachtes Eis rede. Und ich antworte immer ehrlich: Es kommt drauf an, was du willst.
Für Eis am Stiel, Fruchteis und alles, was du mit Eisformen machen kannst, brauchst du keine Maschine. Ein einfacher Satz guter Eisformen und ein Mixer bzw. Pürierstab reichen komplett aus. Die ersten sechs Rezepte hier funktionieren damit wunderbar, und ich mache sie selbst noch regelmäßig so.
Aber wenn du cremiges Eis willst – das wirklich cremige, das sich schön löffeln lässt, das an Eisdiele erinnert, das nicht hart und eisig wird – dann ist die Ninja Creami Deluxe eine andere Kategorie. Ich habe sie inzwischen seit über zwei Jahren, und ich bereue den Kauf nicht eine Sekunde. Sie macht Vanilleeis, Schokoladeneis, Cheesecake Eis, Proteineis und Frozen Joghurt in einer Qualität, die ich vorher für zu Hause nicht für möglich gehalten hätte.
Und noch etwas, das ich früher für völlig überflüssig gehalten habe: ein guter Eisportionierer. Gerade bei selbst gemachtem Eis merkt man schnell, wie viel angenehmer das Portionieren damit ist. Wer öfter Eis macht, wird ihn wahrscheinlich genauso schnell schätzen lernen wie wir. Hier findet ihr das Modell, das wir nutzen.
Was mich am meisten überzeugt hat: Man sieht den Unterschied sofort beim ersten Mal. Es ist keine kleine Verbesserung und auch nichts, das man nur bemerkt, wenn man genau hinschaut.. Es ist einfach ein anderes Produkt. Deshalb steht sie inzwischen auf so vielen Wunschlisten, und ich verstehe das vollkommen.
Häufige Fragen
Welches Eis gelingt am einfachsten, auch mit Kindern?
Wassermelonen Eis, Erdbeer Joghurt Eis und Orangeneis. Alle drei brauchen keine besondere Technik und keine Maschine.
Muss ich eine Eismaschine haben?
Nein. Die ersten sechs Rezepte hier funktionieren mit Eisformen und einem Mixer.
Wofür lohnt sich die Ninja Creami?
Für alles, das wirklich cremig sein soll: Vanilleeis, Kaffeeeis, Cheesecake Eis, Protein Eis. Der Unterschied ist deutlich spürbar.
Wie lange hält selbstgemachtes Eis im Gefrierschrank?
Ich empfehle, es innerhalb von zwei bis vier Wochen aufzubrauchen. Danach bilden sich oft Eiskristalle und die Konsistenz leidet.
Was ist das beliebteste Rezept bei euch zu Hause?
Bei den Kindern liefern sich Erdbeere und Wassermelone jedes Jahr ein enges Rennen. Bei den Erwachsenen gewinnt gerade das Kaffeeeis. Selbstgemachte Sahne mit einem Hauch Vanille und ein Schuss Kaffeesauce darüber und du hast dass Gefühl, du sitzt in einem Eiscafé in Venedig 😉



