Garten mit Kindern im Herbst bepflanzen

Garten & Familie

Garten im Herbst bepflanzen: Was jetzt ins Beet und in den Kübel kann

Von Bine · Gartenideen für Familien, kleine Gärten, Balkon und Terrasse

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Wenn der Sommer langsam zu Ende geht, ist im Garten noch lange nicht Schluss. Eigentlich beginnt jetzt eine Gartenzeit, die ich inzwischen richtig gerne mag: Wir machen unseren Garten im Herbst schon ein bisschen frühlingsfit.

Ich bin dabei keine Gartenexpertin, die jede Pflanze mit lateinischem Namen kennt. Ich gärtnere eher so, wie vermutlich viele Familien gärtnern. Ich weiß inzwischen einiges, probiere aus, freue mich wahnsinnig über alles, was tatsächlich wächst, und lerne immer wieder etwas dazu. Gerade mit Kindern finde ich Garten sowieso viel schöner, wenn nicht alles perfekt sein muss. Eine ecke hier, die noch gemacht werden kann und dort ein wenig Chaos, was man vielleicht in eine Bienenwiese verwandeln kann.

Und der Herbst hat dabei etwas ganz Besonderes. Wir pflanzen jetzt Dinge, von denen wir erst einmal fast nichts sehen. Eine Blumenzwiebel verschwindet in der Erde, ein kleiner Strauch sieht noch ziemlich unspektakulär aus und der Kübel auf der Terrasse macht im November vielleicht auch noch nicht besonders viel her. Dafür wissen wir: Im nächsten Frühjahr passiert hier etwas.

Genau diese Aussicht mag ich. Nach den dunklen Wintermonaten kommen plötzlich die ersten grünen Spitzen aus der Erde, dann Narzissen, Tulpen und später die großen Blütenkugeln vom Zierlauch. Und wenn wir jetzt zusätzlich Erdbeeren oder kleines Obst pflanzen, können wir uns nicht nur auf Blüten, sondern auch schon auf die nächste Ernte freuen.

Garten im Herbst bepflanzen

Warum der Herbst eine so gute Pflanzzeit ist

Im September ist der Boden meist noch warm vom Sommer, während die ganz heißen Tage langsam vorbei sind. Gleichzeitig wird es wieder feuchter. Viele winterharte Stauden, Gehölze und Obstpflanzen können diese Zeit nutzen, um vor dem Winter noch Wurzeln zu bilden.

Bei klassischen Frühlingsblühern ist der Herbst ohnehin die entscheidende Zeit. Tulpen, Narzissen, Krokusse und viele Allium-Sorten werden jetzt als Zwiebeln gepflanzt. Sie verbringen den Winter in der Erde und starten dann, sobald die Bedingungen im Frühjahr passen.

Bei Herbst-Blumenzwiebeln liegt die Pflanzzeit je nach Art und Wetter ungefähr zwischen September und November. Solange der Boden nicht gefroren ist, lässt sich also noch einiges machen. Wichtig ist vor allem, dass die Erde durchlässig ist. Zwiebeln mögen keine dauerhafte Staunässe.

Bei der Pflanztiefe hilft eine einfache Faustregel: Viele Blumenzwiebeln werden ungefähr doppelt so tief gesetzt, wie die Zwiebel selbst hoch ist. Trotzdem schaue ich bei einer neuen Sorte immer noch einmal auf die konkrete Pflanzanleitung. Pflanztiefe, Abstand und Standort unterscheiden sich eben doch ein bisschen.

Allium: ein bisschen Feuerwerk fürs Beet

Wenn ich gerade darüber nachdenke, wie unser Garten im nächsten Frühjahr und Frühsommer aussehen soll, lande ich immer wieder bei Allium. Diese großen runden Blütenkugeln haben einfach etwas. Sie stehen über vielen niedrigeren Pflanzen und bringen dadurch nicht nur Farbe, sondern auch Höhe und Struktur ins Beet.

Genau das finde ich bei der Planung wichtig. Ein schönes Beet besteht für mich nicht daraus, möglichst viele verschiedene Blumen nebeneinanderzustellen. Viel spannender wird es, wenn sich Höhen, Formen und Blütezeiten ergänzen. Während Narzissen und viele Tulpen schon früher für Farbe sorgen, übernehmen später andere Pflanzen. So verändert sich das Beet im Laufe des Frühjahrs immer wieder.

Bei Allium kann man außerdem wunderbar mit einer Farbwelt arbeiten. Wer es etwas ruhiger mag, kann Violett, Blau und Weiß miteinander kombinieren. Genau in diese Richtung möchte ich bei uns gehen.

Sehr schön finde ich zum Beispiel den Allium „Roter Zuckerhut“ . Schon die ungewöhnlichere Blütenform macht ihn zu einem Hingucker.

Wer vor allem diese großen typischen Blütenkugeln liebt, kann sich den Allium-Mix „Big Head“ anschauen. Wenn man dagegen nicht nur eine einzige Variante pflanzen möchte, gefällt mir der Allium-Mix „Beautiful Colours“ als abwechslungsreichere Lösung.

Mein kleiner Favorit ist aber wahrscheinlich Allium „Azureum“ . Gerade dieses Blau-Violett stelle ich mir zwischen anderen Frühlingsfarben wunderschön vor.

Und man braucht dafür keinen riesigen Garten. Je nach Sorte lässt sich Allium auch in ausreichend großen Kübeln kultivieren. Gerade auf einer Terrasse können ein paar höhere Blütenkugeln zwischen niedrigeren Pflanzen richtig schön wirken.

Blumen und Pflanzen im Familiengarten

Narzissen und Tulpen: Manche Klassiker gehören einfach zum Frühling

Und dann natürlich Narzissen. Wer kennt sie nicht, die singenden Narzissen aus Alice im Wunderland? Ich muss bei Narzissen tatsächlich immer ein bisschen daran denken. Im echten Garten singen sie zwar leider nicht, aber ihre gelben Blüten gehören für mich trotzdem zu den schönsten Zeichen dafür, dass der Winter langsam vorbei ist.

Narzissen wirken besonders schön, wenn sie nicht einzeln verloren im Beet stehen, sondern in kleinen Gruppen auftauchen. Wer verschiedene Sorten und Blütezeiten kombiniert, kann außerdem länger etwas von ihnen haben. Genau deshalb finde ich den 100-Tage-Narzissen-Mix interessant. Statt einer einzigen Sorte bekommt man eine Mischung, die über einen längeren Zeitraum immer wieder neue Blüten ins Beet bringt.

Bei Tulpen kann man sich dann farblich richtig austoben. Ich finde zum Beispiel Gelb zusammen mit Blau und Violett wunderschön. Das Gelb der Narzissen wirkt frisch und frühlingshaft, während dunklere Blau- und Violetttöne etwas Tiefe hineinbringen.

Dafür ist die Tulpe „Blue Diamond“ ein schöner Eyecatcher. Und weil wir weiter hinten beziehungsweise dazwischen unsere violett-blauen Allium haben, zieht sich diese Farbwelt später noch einmal durch den Garten.

Zwischen vielen klassischen Tulpen darf für mich aber ruhig etwas stehen, das ein bisschen aus der Reihe tanzt. Die Papageien-Tulpe „Flaming Memory“ bringt mit ihrer auffälligen Blütenform genau so einen Akzent hinein.

Man muss daraus aber natürlich keine Wissenschaft machen. Nicht jeder möchte im September mit Farbkarte im Garten stehen und überlegen, welche Tulpe später zu welcher Narzisse passt. Wer einfach möglichst viel Farbe möchte, kann eine fertige Mischung setzen.

Der 70er Tulpenzwiebeln „Festival Mix“ ist dafür ein schönes Beispiel. 70 Zwiebeln können in einem größeren Beet im Frühjahr natürlich eine ganz andere Wirkung entfalten als drei einzelne Tulpen. Nach Monaten voller Grau stelle ich mir so ein Beet wie ein kleines Farbenfeuerwerk vor.

Wenn 70 Pflanzlöcher plötzlich doch ziemlich viele sind

Ein paar Blumenzwiebeln bekommt man schnell in die Erde. Bei einer größeren Mischung merkt man allerdings irgendwann, dass 50 oder 70 Löcher eben auch 50 oder 70 Löcher bleiben. Ein Zwiebelpflanzer ist dafür kein Muss, aber eine dieser Anschaffungen, die einem die Arbeit tatsächlich erleichtern können und die man über viele Gartensaisons weiter benutzt.

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Blumenzwiebeln im Kübel: Ja, die dürfen draußen bleiben

Eine Frage hatte ich dabei selbst: Was ist eigentlich, wenn man keinen freien Platz im Beet hat? Müssen Blumenzwiebeln zwingend in den Gartenboden oder kann ich sie im Herbst in einen Kübel pflanzen und einfach draußen lassen?

Die gute Nachricht ist: Viele winterharte Frühlingsblüher funktionieren auch im Kübel. Tulpen, Narzissen und verschiedene Allium-Sorten können den Winter draußen verbringen. Das ist gerade für kleine Gärten, Terrassen und Balkone praktisch.

Der Unterschied zum Beet liegt vor allem darin, dass ein Kübel viel stärker durchfrieren kann. Außerdem darf sich darin kein Wasser sammeln. Das Pflanzgefäß sollte deshalb frostfest sein, Abzugslöcher besitzen und so stehen, dass überschüssiges Wasser tatsächlich ablaufen kann. Eine Drainageschicht kann dabei helfen.

Bei sehr starkem Frost kann man den Kübel zusätzlich schützen und beispielsweise näher an eine Hauswand stellen. Und auch im Winter sollte die Erde nicht monatelang komplett austrocknen. Gegossen wird allerdings nur sparsam und an frostfreien Tagen.

Das Schöne daran: Man kann einen ganzen kleinen Frühlingsgarten auf wenigen Quadratmetern anlegen. Ein großer Kübel mit Narzissen und Tulpen, daneben ein Topf mit Allium und schon sieht eine Terrasse im Frühjahr völlig anders aus.

Herbstliche Gartenarbeit und Pflanzen

Im Herbst schon an die Ernte im nächsten Jahr denken

Wenn wir sowieso im Garten sind, möchte ich aber nicht nur Blumen pflanzen. Der Herbst ist auch eine gute Gelegenheit, über Obst nachzudenken. Und dafür muss man längst keinen Garten besitzen, in den drei ausgewachsene Apfelbäume passen.

Gerade Säulenobst finde ich für kleinere Gärten spannend. Die Pflanzen wachsen schmaler und nutzen dadurch eher die Höhe als die Breite. Das macht sie auch für eine Terrasse interessant, wenn ein ausreichend großer Kübel vorhanden ist.

Ein schönes Beispiel sind die Säulen-Kirschen „Sylvia® & Helena®“ . Die beiden Sorten werden zusammen angeboten und bleiben durch ihren säulenartigen Wuchs vergleichsweise platzsparend.

Trotzdem sollte man bei Säulenobst nicht denken, dass ein winziger Blumentopf reicht. Ein Obstgehölz ist eine langfristige Pflanze. Es braucht ausreichend Wurzelraum, Wasser und Nährstoffe. Wer es in einen Kübel setzt, sollte deshalb lieber von Anfang an ein ordentliches, frostfestes Gefäß wählen.

Ich mag an Obst im Familiengarten vor allem, dass Kinder daran über Jahre etwas beobachten können. Erst kommen die Knospen, dann die Blüten, irgendwann entdeckt man die ersten kleinen Früchte und schließlich kann tatsächlich geerntet werden. Das ist noch einmal etwas anderes, als im Frühjahr eine fertige Schale Kirschen zu kaufen.

Unser kleiner Naschgarten: Erdbeeren gehören einfach dazu

Erdbeeren gehören bei uns sowieso jedes Jahr dazu. Ich glaube, die werden bei uns niemals aus dem Garten verschwinden.

Für mich ist das eine dieser kleinen Sachen, die den Frühsommer mit Kindern besonders schön machen. Morgens noch schnell ein paar reife Erdbeeren pflücken, bevor es in die Schule geht, und sie direkt mit in die Brotdose packen. Frischer geht es eigentlich kaum.

Und Kinder erleben dabei ganz nebenbei, dass Erdbeeren eben nicht in einer Plastikschale entstehen. Sie sehen die Blüten, entdecken die ersten grünen Früchte und warten darauf, dass sie endlich rot werden. Meistens werden sie bei uns dann sowieso gegessen, bevor irgendein Erwachsener auf die Idee kommt, daraus noch etwas zu backen.

Für wenig Platz finde ich die Kletter-Erdbeere Hummi® mit Rankturm interessant. Sie kann auch im Kübel wachsen und nutzt mit der Rankhilfe zusätzlich die Höhe. Das ist eine schöne Möglichkeit, wenn für ein großes Erdbeerbeet schlicht kein Platz vorhanden ist.

Und wenn es mal nicht Erdbeere oder Himbeere sein soll?

Ich finde es schön, zwischen den Klassikern auch mal etwas zu pflanzen, das nicht sowieso in jedem zweiten Garten steht. Genau deshalb ist mir die Maulbeere „BonBon Berry®“ aufgefallen.

Klassische Maulbeerbäume können ziemlich groß werden. Diese Sorte bleibt dagegen kompakter und ist deshalb auch für kleinere Gärten oder einen geeigneten Kübel interessant. Die dunklen Früchte können direkt genascht oder beispielsweise für Obstsalat, Kuchen und Marmelade verwendet werden.

So entsteht auch auf kleiner Fläche nach und nach ein richtiger Naschgarten: Erdbeeren unten, vielleicht ein schmales Obstgehölz dazu und irgendwo noch eine etwas ungewöhnlichere Beerenpflanze. Man braucht dafür keine Streuobstwiese.

Kleiner Garten für die ganze Familie

Mit Kindern pflanzen: Ein eigenes kleines Bienenbeet

Kinder beim Gärtnern einfach nur danebenstehen und „helfen“ zu lassen, funktioniert bei uns ungefähr so lange, bis etwas Spannenderes vorbeikommt. Viel schöner finde ich deshalb ein kleines Projekt, das wirklich ihnen gehört.

Dafür braucht es kein riesiges Kinderbeet. Ein überschaubarer Abschnitt im Garten reicht völlig aus. Wer keinen Garten hat, kann auch einen oder mehrere größere Kübel nehmen.

Im Herbst werden gemeinsam die Zwiebeln verteilt und eingepflanzt. Danach kann man ein kleines Schild basteln und markieren, wo das eigene Frühlings- oder Bienenbeet liegt. Vielleicht machen wir sogar ein Foto davon. Denn wenige Monate später sieht derselbe Platz komplett anders aus.

Im Frühjahr kommen nach und nach die ersten Spitzen aus der Erde. Dann öffnen sich die ersten Blüten und irgendwann lassen sich dort auch Insekten beobachten. Gerade eine Mischung unterschiedlicher Frühblüher finde ich dafür schöner als eine einzige Sorte, weil sich über längere Zeit immer wieder etwas verändert.

Der Frühlings-Zwiebelmix „Bienenkorb“ passt genau zu dieser Idee. Er kombiniert unterschiedliche Frühblüher, sodass das Beet nicht nur an einem einzigen Wochenende interessant ist.

Und dann kann man im Frühjahr wirklich gemeinsam schauen: Was kommt zuerst? Welche Blüte sieht ganz anders aus als erwartet? Wo sitzt die erste Biene? Genau solche kleinen Beobachtungen finde ich mit Kindern viel schöner, als Gartenarbeit nur als weitere Aufgabe auf der Wochenendliste zu sehen.

Unsere kleine Gartenregel

Beim Pflanzen gehören für uns Gartenhandschuhe einfach dazu. Sie schützen die Hände beim Buddeln, vor kleinen Kratzern und vor direktem Kontakt mit Erde und Pflanzenteilen. Einige Blumenzwiebeln können außerdem die Haut reizen und sind nicht zum Verzehr geeignet. Jüngere Kinder begleiten wir deshalb beim Pflanzen und anschließend werden die Hände gewaschen. Fertig. Aus einem schönen Nachmittag im Garten muss man schließlich keine Gefahrenübung machen.

Wenn Kinder öfter mitgärtnern, ist eigenes kleines Werkzeug außerdem wirklich nett. Dann können sie selbst schaufeln, harken und buddeln und müssen nicht versuchen, mit Gartengeräten für Erwachsene zurechtzukommen.

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Gemeinsam im Garten pflanzen

Auch die schattige Ecke darf schön werden

Fast jeder Garten hat diese Ecke. Die Sonne kommt kaum hin, die hübsche Pflanze, die im Gartencenter noch fantastisch aussah, ist dort plötzlich gar nicht mehr glücklich und irgendwann weiß man nicht mehr so richtig, was man mit dem Platz anfangen soll.

Dabei muss ein Schattenbereich überhaupt nicht kahl oder langweilig sein. Man muss nur aufhören, ihn wie ein sonniges Blumenbeet behandeln zu wollen.

Im Halbschatten gibt es noch einige Stunden direktes oder gefiltertes Licht. Richtiger Schatten bekommt dagegen deutlich weniger Sonne. Gerade dort werden Blätter, unterschiedliche Grüntöne und verschiedene Strukturen viel wichtiger für die Gestaltung. Es muss also gar nicht überall ein Meer aus Blüten sein.

Eine einfache Möglichkeit ist eine bereits auf solche Bedingungen abgestimmte Staudenmischung. Das 9er Staudenbeet „Schattengarten“ kombiniert Pflanzen unterschiedlicher Höhe und mit unterschiedlichen Blatt- und Blütenformen.

Das ist gerade dann praktisch, wenn man selbst noch nicht genau weiß, welche Schattenpflanzen miteinander funktionieren. Statt neun Einzelpflanzen zusammenzusuchen, hat man schon eine Kombination, die als kleines Beet gedacht ist.

Wer diesen ruhigen, fast waldartigen Look mag, kann zusätzlich mit Farnen arbeiten. Farne brauchen gar keine spektakulären Blüten, weil ihre Blätter selbst die Gestaltung übernehmen.

Die Japanische Schmuck-Farn-Kollektion gefällt mir deshalb besonders. Die verschiedenen Blattzeichnungen bringen selbst in einen überwiegend grünen Bereich Abwechslung.

Auch hier gilt wieder: Ein kleiner Garten ist kein schlechter Garten. Man muss nicht jede Idee aus einem riesigen Landschaftsgarten nachbauen. Eine einzige schön bepflanzte Schattenecke kann schon unglaublich viel verändern.

Gemütlicher Garten im Herbst

Was ich vor dem Pflanzen noch einmal prüfe

Bevor ich irgendetwas bestelle oder spontan mit einer Schaufel durch den Garten laufe, schaue ich inzwischen zuerst auf den Standort. Wie viel Sonne kommt dort wirklich an? Bleibt der Boden lange nass? Wie groß darf die Pflanze irgendwann werden? Und möchte ich sie dauerhaft im Beet lassen oder soll sie in einen Kübel?

Gerade beim Kübel lohnt es sich, nicht zu klein zu planen. Das gilt besonders für mehrjährige Pflanzen und Obst. Das Gefäß braucht Abzugslöcher, sollte draußen frostfest sein und genug Platz für die Wurzeln bieten. Bei frisch gesetzten Stauden und Gehölzen gehört außerdem ordentliches Angießen dazu, auch wenn die Temperaturen schon niedriger sind.

Und ich versuche inzwischen nicht mehr, den ganzen Garten an einem Wochenende fertigzustellen. Ein Beet mit Frühlingszwiebeln, ein Kübel auf der Terrasse und vielleicht noch ein kleines Kinderprojekt reichen völlig. Der Rest kann nächstes Wochenende kommen.

Wir machen unseren Garten jetzt frühlingsfit

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich die Herbstpflanzung inzwischen so mag. Sie ist ein bisschen wie Vorfreude einpflanzen.

Wir stecken jetzt unscheinbare Zwiebeln in die Erde und wissen schon, dass daraus nach dem Winter Farbe wird. Wir pflanzen Erdbeeren und freuen uns auf den Moment, wenn die ersten wieder direkt aus dem Garten in der Brotdose landen. Vielleicht wächst irgendwo eine kleine Kirsche heran und aus dem Kinderbeet wird plötzlich ein Platz, an dem Bienen und andere Insekten unterwegs sind.

Und dafür braucht es keinen riesigen Garten. Ein kleines Beet reicht. Oder ein paar große Kübel auf der Terrasse. Selbst auf einem Balkon lässt sich mit der richtigen Auswahl schon einiges machen.

Wir werden unseren Garten jedenfalls jetzt im Herbst noch ein bisschen frühlingsfit machen. Und wenn es draußen im Januar grau und kalt ist, finde ich den Gedanken ziemlich schön, dass unter der Erde längst alles auf den nächsten Frühling wartet.

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