Es gibt ja Menschen, die im Herbst sofort an Kürbissuppe, kuschelige Strickpullover und bunte Blätter denken. Ich denke natürlich auch daran. Aber spätestens, wenn es abends wieder früher dunkel wird und draußen der Wind ums Haus pfeift, bekomme ich vor allem Lust auf eines: richtig schöne Gruselgeschichten. Wobei ich Horror zu anderer Jahreszeit natürlich nicht abgeneigt bin.
Doch liebe ich diese besondere Stimmung rund um Halloween. Eine Tasse Cappuccino, eine Decke, vielleicht noch eine Kerze auf dem Tisch und dann ein Buch, bei dem man irgendwann doch lieber noch einmal kontrolliert, ob die Tür wirklich abgeschlossen ist oder ob jemand draußen im Dunkeln vor dem Fenster steht.
Dabei muss es für mich gar nicht immer möglichst blutig sein. Ich mag Geschichten, die langsam unter die Haut kriechen. Alte Herrenhäuser, seltsame Geräusche, düstere Wälder, Geister und Figuren, bei denen man nie so genau weiß, ob man ihnen trauen kann. Und ich habe eine große Schwäche für Folklore und die alten Geschichten darüber, was angeblich irgendwo im Dunkeln auf uns wartet.
Für meine Halloween-Bücherliste 2026 habe ich deshalb fünf Klassiker und fünf neuere Werke zusammengestellt. Einige gehören für mich einfach zur Schauerliteratur dazu, andere sind aktuelle Entdeckungen, die ich euch vorstellen möchte. Und bei zwei Büchern wird es diesmal sogar ein bisschen persönlicher.
Ein kleiner Hinweis vorweg: Das ist meine persönliche Halloween-Auswahl und keine Liste von zehn Büchern, die ich alle gerade erst gelesen habe. Manche Geschichten kenne ich schon lange, andere stehen auf meiner aktuellen Leseliste. Gerade bei den Neuerscheinungen sage ich euch deshalb auch, worauf ich mich freue, statt so zu tun, als hätte ich sie bereits verschlungen.
Teil 1: Fünf Klassiker, die zu Halloween einfach dazugehören
Manche Gruselgeschichten werden einfach nicht alt. Natürlich merkt man ihnen gelegentlich an, aus welcher Zeit sie stammen. Die Sprache ist anders, das Erzähltempo manchmal gemächlicher. Aber wenn eine Geschichte gut ist, funktioniert ihre unheimliche Atmosphäre auch hundert Jahre später noch.
1. Dracula – Bram Stoker
Der Klassiker für alle, die Vampire lieber unheimlich als glitzernd-romantisch mögen oder ohnehin eine Schwäche für Morally-Grey-Tropes haben…
Wenn ich an klassische Schauerliteratur denke, sehe ich sofort dieses alte Schloss vor mir. Dunkle Gänge, knarrende Türen, Nebel über den Bergen und irgendwo wartet der Graf höchstpersönlich.
Bram Stokers Roman von 1897 ist für mich viel mehr als nur eine Vampirgeschichte. Besonders schön finde ich die Erzählweise über Briefe, Tagebücher und Aufzeichnungen. Dadurch setzt sich das Grauen Stück für Stück zusammen, und man ist als Leserin immer mittendrin.
Wer bisher nur moderne Vampirgeschichten kennt, sollte sich das Original ruhig einmal vornehmen. Hier ist der Vampir noch eine wirklich bedrohliche Gestalt.
Gruselfaktor: Gothic-Horror, Vampire und eine wunderbar düstere Atmosphäre.
Dracula als Schmuckausgabe ansehen →2. Das verräterische Herz – Edgar Allan Poe
Wenn der eigentliche Horror im Kopf stattfindet.
Edgar Allan Poe gehört für mich zu Halloween wie Kerzenlicht und heulender Wind. Seine Geschichten brauchen keine riesigen Monster und oft nicht einmal besonders viele Seiten, um einen ordentlich nervös zu machen.
In „Das verräterische Herz“ erzählt ein Mann von einer schrecklichen Tat und versucht dabei verzweifelt, seine eigene geistige Gesundheit zu beweisen. Je mehr er erzählt, desto deutlicher wird allerdings, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.
Was ich an Poe so mag, ist diese Mischung aus Wahnsinn, Schuld und einer Atmosphäre, die immer beklemmender wird.
Ich war übrigens einmal bei einem atmosphärischen Horror-Livehörspiel mit einer Geschichte von Edgar Allan Poe. Bei der Geschichte, die damals aufgeführt wurde, handelte es sich um „Der schwarze Kater“, eine meiner liebsten und zugleich makabersten Erzählungen von Edgar Allan Poe. Das war wirklich großartig gemacht! Gerade die Stimmen, die Geräusche und diese düstere Stimmung haben gezeigt, wie gut seine Geschichten auch heute noch funktionieren. Wenn man sich bei einem Hörspiel irgendwann kaum noch zu bewegen traut, wurde offensichtlich einiges richtig gemacht.
Für Halloween würde ich euch einen Sammelband mit Poes Erzählungen empfehlen. Dann bleibt es nicht bei einer einzigen unheimlichen Geschichte.
Gruselfaktor: Psychologischer Horror, Schuldgefühle und schleichender Wahnsinn.
Edgar Allan Poes Geschichten entdecken →
3. Spuk in Hill House – Shirley Jackson
Ein Haus, das vielleicht mehr weiß, als es wissen dürfte.
Ich finde ja, dass ein gutes Spukhaus überhaupt nicht viel machen muss. Es reicht manchmal schon, wenn man das Gefühl bekommt, dass irgendetwas mit den Räumen nicht stimmt bzw. es einen schaudert, obwohl es offensichtlich keinen Grund gibt.
Genau davon lebt „Spuk in Hill House“. Eine kleine Gruppe Menschen verbringt Zeit in einem berüchtigten Haus, um übernatürliche Phänomene zu untersuchen. Doch mit der Zeit wird immer schwieriger zu unterscheiden, was tatsächlich passiert und was vielleicht nur im Kopf der Beteiligten stattfindet.
Shirley Jacksons Roman von 1959 ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Horror nicht alles erklären muss. Manchmal ist es viel schlimmer, wenn man am Ende noch immer nicht genau weiß, was eigentlich hinter einer Tür gewartet hat.
Gruselfaktor: Geisterhaus, psychologische Spannung und unheimliche Ungewissheit.
Spuk in Hill House ansehen →
4. Carrie – Stephen King
Manchmal sind Menschen erschreckender als jedes Monster.
Stephen King darf auf einer Horror-Leseliste natürlich kaum fehlen, auch wenn nicht jedes seiner Bücher automatisch zu meinen persönlichen Favoriten gehört.
„Carrie“ ist aber ein Roman, den ich für eine solche Liste sehr passend finde. Im Mittelpunkt steht ein junges Mädchen, das zu Hause unter seiner fanatisch religiösen Mutter leidet und in der Schule immer wieder gedemütigt wird. Gleichzeitig entwickelt Carrie Fähigkeiten, die irgendwann nicht mehr zu kontrollieren sind.
Das Unheimliche ist hier für mich nicht nur das Übernatürliche. Es ist auch die Grausamkeit, zu der Menschen fähig sind, und die Frage, was passiert, wenn jemand irgendwann nicht mehr weiterweiß.
Der Roman erschien 1974 und gehört längst zu den bekanntesten Werken des modernen Horrors.
Gruselfaktor: Übernatürlicher Horror, Ausgrenzung, Gewalt und ein ziemlich bitterer Blick auf menschliches Verhalten.
Carrie als Buch ansehen →5. Das Bildnis des Dorian Gray – Oscar Wilde
Schönheit, Geheimnisse und ein Porträt, das man besser nicht genauer betrachtet.
Oscar Wildes „Das Bildnis des Dorian Gray“ ist kein Horrorroman im klassischen Sinne. Trotzdem gehört er für mich in diese Auswahl, weil er eine ganz eigene, wunderbar finstere Stimmung mitbringt.
Der junge Dorian Gray bleibt äußerlich schön und jugendlich, während ein Porträt von ihm die Spuren seiner Entscheidungen und seines moralischen Verfalls zeigt.
Ich mag an solchen Geschichten, dass das Unheimliche nicht unbedingt hinter einer verschlossenen Kellertür wartet. Manchmal steckt es mitten in einer eleganten Gesellschaft, hinter schönen Fassaden und höflichen Gesprächen.
Wer Gothic-Literatur, viktorianisches Flair und düstere Geheimnisse liebt, wird hier fündig.
Gruselfaktor: Gothic, moralischer Verfall und eine sehr elegante Form des Grauens.
Das Bildnis des Dorian Gray entdecken →Lieber sofort loslesen oder den Grusel auf die Ohren?
Manchmal entdeckt man ein Buch und möchte am liebsten sofort darin versinken. Nicht erst auf die Lieferung warten, sondern direkt die erste Seite aufschlagen, sich mit einer Decke aufs Sofa kuscheln und den Rest der Welt für ein paar Stunden vergessen.
Für solche Momente lohnt sich ein Blick auf Kindle Unlimited. Dort kannst du aus einer großen Auswahl an E-Books stöbern und verfügbare Titel direkt auf deinem Kindle, Tablet oder Smartphone lesen. Gerade wenn du gerne neue Autorinnen und Autoren ausprobierst oder dich quer durch die Horrorliteratur liest, ist das eine schöne Möglichkeit, immer wieder neue Geschichten zu entdecken.
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Und dann gibt es natürlich noch die Geschichten, die man sich am liebsten erzählen lässt. Ich liebe es, wenn eine gute Sprecherstimme aus einer ohnehin schon unheimlichen Geschichte ein richtiges Hörerlebnis macht. Besonders bei Horror können Stimmen, Pausen und die richtige Atmosphäre unglaublich viel ausmachen.
Wenn du deinen Grusel also lieber direkt auf die Ohren bekommst, beim Spazierengehen, auf dem Weg zur Arbeit oder abends im Dunkeln, dann schau dir Audible an. Dort warten jede Menge Thriller, Horrorgeschichten und Hörspiele darauf, entdeckt zu werden. Vielleicht findest du ja sogar dein nächstes Lieblingsbuch zum Hören.
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Und was ist mit neuerem Horror?
So sehr ich alte Schauerromane liebe: Ich finde es mindestens genauso spannend, was heutige Autorinnen und Autoren aus dem Genre machen. Moderne Horrorliteratur kann psychologisch, brutal, märchenhaft oder richtig schön altmodisch sein. Und manchmal ist sie alles gleichzeitig.
Teil 2: Fünf neuere Bücher für meine Halloween-Leseliste 2026
Bei den neueren Büchern wollte ich diesmal bewusst unterschiedliche Richtungen unterbringen. Nicht fünfmal denselben Spuk im alten Herrenhaus, sondern eine Mischung aus psychologischem Horror, Kreaturen, Geistern und düsterer Folklore.
6. Das Haus am Ende der Welt – Paul Tremblay
Psychologischer Horror, bei dem man irgendwann niemandem mehr traut.
Stellt euch vor, ihr verbringt ein paar ruhige Tage in einer abgelegenen Hütte. Plötzlich stehen vier Fremde vor der Tür und behaupten, dass ihr eine unfassbare Entscheidung treffen müsst, um eine Katastrophe zu verhindern.
Genau mit dieser Ausgangssituation spielt Paul Tremblay. Und ich finde, das ist eine besonders unangenehme Form des Horrors: Man weiß nicht, ob man den Menschen vor sich glauben darf, ob man manipuliert wird oder ob tatsächlich etwas Übernatürliches dahintersteckt.
Wer Geschichten mag, die einen auch nach dem Lesen noch beschäftigen und bei denen nicht jede Frage sauber beantwortet wird, sollte sich diesen Roman ansehen.
Gruselfaktor: Psychologischer Horror, Isolation, Manipulation und moralische Entscheidungen.
Das Haus am Ende der Welt ansehen →7. Parasit: Er frisst deinen Verstand – G. S. Foster
Manchmal ist das eigene schlechte Gewissen schlimmer als jedes Monster. Besonders dann, wenn es plötzlich ein Eigenleben entwickelt.
G. S. Foster ist euch auf meinem Blog vielleicht schon einmal begegnet, denn ich habe den Autor bereits an anderer Stelle vorgestellt. Für meine Halloween-Bücherliste habe ich diesmal „Parasit: Er frisst deinen Verstand“ ausgesucht. Und allein die Ausgangssituation klingt schon herrlich unangenehm!
Doug Callahan hat große Pläne: Er möchte Bürgermeister von Cravenville werden. Doch auf dem Rückweg von einer Wahlkampfveranstaltung überfährt er in einer regnerischen Nacht eine unbekannte Frau. Statt Hilfe zu holen und sich seiner Verantwortung zu stellen, lässt er die Leiche verschwinden. Schließlich darf seine politische Karriere auf keinen Fall gefährdet werden.
Eine Entscheidung, die sich ziemlich schnell als verhängnisvoll herausstellt.
Denn plötzlich fühlt Doug sich beobachtet. Merkwürdige Visionen verfolgen ihn, sein Leben gerät zunehmend außer Kontrolle und irgendwann ist sogar seine Familie in Gefahr. Weiß jemand von dem Unfall und will sich rächen? Oder ist die Tote tatsächlich zurückgekehrt?
Ich finde solche Geschichten besonders spannend, weil sie mit etwas spielen, das wir alle kennen: einem schlechten Gewissen. Nur dass es hier offenbar nicht bei ein paar schlaflosen Nächten bleibt. Die Grenzen zwischen Paranoia, übernatürlichem Schrecken und tatsächlicher Bedrohung verschwimmen immer mehr.
Genau diese Mischung aus psychologischem Horror, Schuld und einer unheimlichen Macht, die sich nicht so einfach abschütteln lässt, macht mich neugierig. Und wer weiß, vielleicht ist das, was Doug verfolgt, am Ende noch viel schlimmer als ein rachsüchtiger Geist?
Wenn ihr Horror mögt, bei dem nicht nur die äußere Bedrohung zählt, sondern auch die menschlichen Abgründe dahinter, schaut euch „Parasit“ unbedingt einmal an.
Gruselfaktor: Psychologischer Horror, Schuld, Paranoia, unheimliche Visionen und übernatürliche Bedrohung.
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8. The Whispering Dead – Gravekeeper – Darcy Coates
Friedhöfe, Geister und eine ordentliche Portion Gänsehaut.
Jetzt kommen wir zu einer Art von Horror, für die ich immer zu haben bin: klassische Geistergeschichten.
Ich mag diese altmodische Vorstellung von Friedhöfen im Nebel, einsamen Häusern und Erscheinungen, die vielleicht noch etwas zu erledigen haben. Gern ein bisschen englische Spukhausatmosphäre, auch wenn eine Geschichte gar nicht unbedingt in England spielen muss.
In „The Whispering Dead“ geht es um Keira, die ohne Erinnerungen auf einem Friedhof erwacht. Sie findet Unterschlupf in einer kleinen Hütte und entdeckt, dass sie die Geister der Verstorbenen wahrnehmen kann.
Das klingt für mich nach genau der richtigen Mischung aus unheimlicher Atmosphäre, Geheimnissen und übernatürlichen Begegnungen.
Wer bei Horror nicht unbedingt Blut und Gedärme braucht, sondern lieber mit einer Taschenlampe durch ein verlassenes Haus schleichen würde, könnte hier richtig sein.
Gruselfaktor: Geister, Friedhöfe, Geheimnisse und atmosphärischer Schauerhorror.
The Whispering Dead ansehen →9. Mahre Weinen Nicht – I. R. Leys
Slawische Folklore, düstere Wälder und ein Nachtmahr mit einer ungewöhnlichen Geschichte.
Auf dieses Buch freue ich mich besonders. Nicht nur, weil ich Folklore und alte Sagengestalten wahnsinnig spannend finde, sondern auch, weil ich die Autorin persönlich kenne.
I. R. Leys kenne ich persönlich aus der Schreib- und Sprecherszene. Wir haben uns auch schon auf einer Buchmesse sehr nett unterhalten. Umso mehr freue ich mich, euch ihren neuen Schauerroman vorstellen zu können.
Und die Geschichte klingt wirklich nach meinem Geschmack.
In „Mahre Weinen Nicht“ geht es um Mare, einen Nachtmahr, der durch die tschechischen Wälder streift und sich von den Träumen schlafender Menschen ernährt. Vieles, was Mare über die Menschen weiß, stammt von ihrer Mutter. Doch als sie einer jungen Frau begegnet, beginnt sie, ihre eigene Welt und ihre Überzeugungen zu hinterfragen.
Der Roman verbindet slawische Folklore mit einer modernen, von Frankenstein inspirierten Geschichte. Es geht um menschliche Abgründe, Abhängigkeiten, Macht und die Frage, was eigentlich ein Monster ausmacht.
Gerade solche Stoffe finde ich unglaublich interessant. Ich liebe es, wenn alte Mythen nicht einfach nur nacherzählt werden, sondern daraus etwas Neues entsteht.
Das Buch ist ganz frisch erschienen. Ich habe es selbst noch nicht gelesen, aber es steht definitiv auf meiner aktuellen Leseliste. Und weil es auch als Kindle-Ausgabe erhältlich ist, kann ich direkt damit anfangen.
Gruselfaktor: Slawische Folklore, Dark Fantasy, Nachtmahr-Mythologie und düstere menschliche Abgründe.
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10. Käferkopf – Pale Diamonds
Zwei unheimliche Geschichten, bei denen es einem schon beim Titel ein bisschen kribbelt.
Zum Abschluss wird es noch einmal persönlich. Und ehrlich gesagt auch ziemlich unangenehm. Zumindest, wenn man keine Lust auf Käfer hat, die dort auftauchen, wo sie wirklich nichts zu suchen haben.
„Käferkopf“ stammt von Pale Diamonds, welche ich ebenfalls aus unserer Schreib- und Sprecherszene kenne. Wir haben schon an verschiedenen Projekten zusammengearbeitet, und sie hat auch Texte von mir eingesprochen :D.
Das Buch enthält zwei Geschichten: „Käfermariechen“ und „Hexenhaus“.
In „Käfermariechen“ geht es um Marie, die Käfer in ihrem Kopf wahrnimmt. Die Tiere scheinen etwas von ihr zu wollen, und irgendwann wird die Frage immer drängender, was hier eigentlich real ist und was nicht. Das Ganze spitzt sich ganz schön zu mit der Zeit.
Diese Geschichte kenne ich tatsächlich bereits aus einer früheren Vertonung. Ich weiß also, worum es geht, auch wenn ich die jetzige Buchausgabe noch nicht vollständig gelesen habe.
Und ich finde, solche Geschichten zeigen, wie unangenehm Horror sein kann, ohne dass ständig irgendwo ein riesiges Monster aus dem Gebüsch springen muss. Manchmal reicht eine einzige Vorstellung, die man anschließend einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Und ein unangenehmes Jucken, was einfach nicht verschwinden will…
Die zweite Geschichte, „Hexenhaus“, führt in eine düstere Welt aus Angst, Schuld und einem unheimlichen Wald. Zusammen ergibt das eine schöne kleine Sammlung für alle, die Creepypasta und ungewöhnliche Schauererzählungen mögen.
Besonders schön finde ich, dass solche Geschichten inzwischen auch als gedruckte Bücher ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern finden.
Gruselfaktor: Creepypasta, psychologischer Körperhorror, Hexen und düstere Kurzgeschichten.
Käferkopf als Buch entdecken →Warum ich auch gern Independent-Autorinnen vorstelle
Natürlich lese ich bekannte Namen. Aber gerade in der unabhängigen Schreib- und Hörspielszene gibt es unglaublich kreative Menschen, die Geschichten erzählen, auf die man in den großen Bestsellerlisten nicht unbedingt sofort stößt. Ich meine, solche Bücher dürfen ruhig neben Dracula, Poe und Stephen King stehen. Nicht aus Gefälligkeit, sondern weil interessante Geschichten nicht erst bei einem großen Verlag anfangen.
Welches Halloween-Buch passt zu welcher Stimmung?
Manchmal weiß man ja ziemlich genau, worauf man Lust hat. Auf einen klassischen Geist zum Beispiel. Oder auf etwas, das einen hinterher noch eine Weile beschäftigt. Deshalb hier meine kleine Orientierungshilfe:
Für klassische Gruselstimmung
Dracula, Spuk in Hill House und The Whispering Dead.
Für psychologischen Horror
Das verräterische Herz, Das Haus am Ende der Welt und Käferkopf.
Für dunkle Mythen und Kreaturen
Mahre Weinen Nicht und Das Grauen von Cape de Ville.
Für menschliche Abgründe
Carrie und Das Bildnis des Dorian Gray.
Mein Fazit: Ein bisschen Grusel gehört für mich einfach zum Herbst
Halloween ist doch die perfekte Zeit, um sich mal an Geschichten heranzuwagen, die sonst vielleicht nicht unbedingt im eigenen Bücherregal landen würden.
Und dabei muss nicht jede Geschichte brutal und blutig sein. Je nach Stimmung möchte ich einfach nur ein altes Herrenhaus, einen geheimnisvollen Friedhof und ein paar Geräusche, die sich niemand erklären kann. An anderen Abenden darf es gern psychologisch richtig unangenehm werden oder in düstere Abgründe führen.
Besonders freue ich mich dieses Jahr darüber, dass neben den großen Klassikern auch neuere, unabhängige Stimmen auf meiner Liste stehen. Gerade Folklore, ungewöhnliche Sagengestalten und kreative Schauererzählungen zeigen, wie vielseitig Horrorliteratur sein kann.
Vielleicht wird es bei mir an Halloween also wieder Edgar Allan Poe. Vielleicht ein Geisterroman. Oder ich verschwinde mit einem Nachtmahr in den tschechischen Wäldern.
Hauptsache, draußen ist es dunkel, drinnen gemütlich und zwischen den Buchseiten wartet etwas, das mir einen ordentlichen Schauer über den Rücken jagt.
Und jetzt bin ich neugierig!
Welche Bücher lest ihr am liebsten rund um Halloween? Mögt ihr klassische Geistergeschichten, psychologischen Horror oder darf es bei euch richtig blutig werden? Verratet mir eure liebsten Gruselbücher gern in den Kommentaren. Ich freue mich immer über neue Empfehlungen!
Häufige Fragen zu Halloween-Büchern
Welche Horror-Klassiker sollte man gelesen haben?
Dracula von Bram Stoker, Edgar Allan Poes Erzählungen und Spuk in Hill House von Shirley Jackson sind schöne Einstiege in die klassische Schauerliteratur. Sie zeigen ganz unterschiedliche Arten von Horror.
Welche Gruselbücher eignen sich, wenn man keinen blutigen Horror mag?
Wer lieber eine unheimliche Atmosphäre als explizite Gewaltszenen möchte, kann sich Spuk in Hill House, The Whispering Dead oder Das Bildnis des Dorian Gray ansehen. Allerdings können auch diese Bücher belastende Themen enthalten.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Horror und Gothic?
Horror möchte vor allem Angst, Unbehagen oder Schrecken auslösen. Gothic-Literatur arbeitet häufig mit düsteren Schauplätzen, Geheimnissen, Verfall, übernatürlichen Andeutungen und einer besonderen Atmosphäre. Beide Genres überschneiden sich oft.
Was bedeutet Creepypasta?
Als Creepypasta bezeichnet man meist kurze, unheimliche Geschichten, die besonders durch das Internet bekannt geworden sind. Sie spielen gern mit modernen Ängsten, verstörenden Erlebnissen und dem Gefühl, dass etwas eigentlich Unmögliches plötzlich real werden könnte.
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