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Neulich hab ich wieder gemerkt, wie voll mein Kopf manchmal ist. Alles rattert gleichzeitig, To-Do-Listen im Kopf, Projekte, Ideen, Termine – wie 20 Tabs im Browser, die alle gleichzeitig Lärm machen. Und dann sitze ich da und merke: Ich brauche kurz Pause. Also mache ich mir einen Tee oder einen Kaffee, je nach Uhrzeit, setze mich an den Tisch, atme durch. Mein Journal liegt schon da, mit ein paar bunten Stiften daneben, Stickern, ein bisschen Papier. Und dann fange ich an zu schreiben. Manchmal nur ein paar Sätze. Manchmal auch gar nichts – dann klebe ich einfach ein paar schöne Sachen ein. Gerade als Mutter merke ich oft, wie ich immer an alles für andere denke, aber meine Gedanken eine kleine Alltagspause brauchen. Genau für solche Zeiten ist hinsetzen, atmen und einfach schreiben oder kleben ideal. So fließt schon ganz viel innere Anspannung ab und es lichtet sich in mir. Ich mische im Grunde Journaling mit Scrapbooking, da ich mich an manchen Tagen gerne schriftlich und an anderen widerum lieber spielerisch und kreativ ausdrücke.
Ich beschäftige mich gerade viel mit diesem ganzen Thema Journaling und Slow Living. Ich glaube, das hat was miteinander zu tun. Beides hilft, ein bisschen runterzufahren und sich selbst wieder zu sortieren. Vielleicht hast du ja auch Lust, damit anzufangen. Hier ist, wie du starten kannst – ganz ohne Druck und mit viel Freude an Papier, Farbe und kleinen Momenten.
1. Einfach anfangen – egal womit
Viele halten sich am Anfang ewig mit der Frage auf: „Wie fange ich an?“ Ehrlich gesagt, ganz egal. Du brauchst kein besonderes Talent und kein superteures Journal. Such dir einfach ein Notizbuch, das du magst – eins, das sich gut anfühlt, wenn du die Seiten aufschlägst. Ein einfacher Kugelschreiber reicht völlig. Zu Beginn hatte ich eine alte Kladde, die ich mit Kuli vollgeschrieben habe. Dann fing ich an mich am Washi-Tape meiner Tochter zu bedienen. Und mit der Zeit kamen mehr und mehr Materialien hinzu, die ich für mein Journal nutzte.
Ich hab mir später auf Etsy ein zauberhaftes Journal gekauft – schön schlicht, ein bisschen Vintage, mit schönem Papier. Und ja, manchmal schreibe ich einfach drauflos, ohne Plan. „Heute war ein guter Tag, weil …“ oder „Gerade denke ich an …“. Fertig. Wenn du willst, kannst du die Seite auch einfach mit Washi-Tape verzieren, Sticker drauf, bisschen Papier einkleben, (k)ein Wort. Alles erlaubt. Dieses Washi-Tape hat eine schöne Auswahl an Farben und bietet eine große Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten.

2. Journaling ist kein Wettbewerb
Ich finde, es gibt bei Journaling keinen „richtigen“ Weg. Niemand muss täglich schreiben, niemand muss Seiten füllen. Das Wort „Müssen“ kannst du streichen. Es geht nicht darum, perfekt zu formulieren – es geht darum, überhaupt anzufangen. Tage, an denen du einfach nur ein paar Gedanken notierst oder ein Bild einklebst, zählen genauso.
Ich hab für mich gemerkt: Wenn ich regelmäßig schreibe – auch nur kurz – dann werde ich ruhiger. Das Ganze ist wie eine kleine Auszeit für den Kopf. Journaling ist für mich Teil von Slow Living geworden. Einfach mal das Handy weglegen, Musik an, Duftkerze anzünden und 10 Minuten den Stift über Papier gleiten lassen.
3. Finde deinen eigenen Stil
Es gibt Menschen, die führen ihre Journals super strukturiert – mit To-Do-Listen, Monatszielen und Dankbarkeitsseiten. Andere haben Seiten voller Farben, Skizzen und Collagen. Ich gehöre eher zur zweiten Sorte. Bei mir ist das Journal ein Mix aus Notizen, Ideen, Erinnerungen und manchmal auch kleinen Kritzeleien.
Vielleicht wirst du irgendwann merken, dass dich bestimmte Farben, Sticker oder Papierarten besonders ansprechen. Es gibt auf Etsy so viele hübsche Washi-Tapes, Papier-Sets oder Stickerbögen. Und falls du gerne bastelst: Mit einem kleinen Bastelset – Cutter, Scheren, Kleber, Lineal – kannst du dir richtig schöne Seiten gestalten. Das fühlt sich fast ein bisschen an wie Tagebuch und Kunstprojekt in einem.

4. Journaling als Self-Care
Ich sehe mein Journal mittlerweile wie so einen kleinen Raum, den nur ich betrete. Da landet alles drin – Gedanken, Sorgen, Ideen, schöne Dinge. Manchmal schreibe ich nur auf, wofür ich gerade dankbar bin. Drei Kleinigkeiten reichen: ein gutes Gespräch, Sonne auf dem Tisch, mein Lieblingskaffee.
Wenn ich merke, dass es mir zu viel wird, nehme ich mein Journal bewusst zur Hand. Nicht, um „schön zu schreiben“, sondern um mich zu sortieren. Es ist wie ein Spaziergang im Kopf – langsam, ruhig, analog. Und das ist genau das, was Slow Living für mich bedeutet: Zeit nehmen für Dinge, die nicht digital sind, sondern echt.
5. Analoge Dinge wieder lieben lernen
Ich finde, es hat was Wunderschönes, Dinge mit der Hand zu machen. Diese kleinen analogen Momente – schneiden, kleben, schreiben – bringen so viel Ruhe rein. Wenn du magst, schau dich mal bei Etsy oder Amazon nach Journals und Zubehör um. Es gibt unglaublich schöne Bücher mit Leineneinband, zartes Papier mit Struktur, bunte Gelstifte, Sticker, Papiersets.
Ich habe inzwischen meine eigene kleine „Journal-Schublade“: farbige Stifte, Washi-Tape, Papierschnipsel, Sticker und ein Set mit Messern und Scheren. Es macht einfach Spaß, sich damit einen eigenen Rückzugsort zu schaffen. Meine Tochter macht inzwischen auch gerne mit. Manchmal gönnen wir uns gemeinsam eine Auszeit und Stickern und Malen in unseren Notizbüchern.
6. Kein Druck, kein Muss
Und falls du mal tagelang nicht reinschreibst – voll okay. Journaling soll keinen Druck machen. Es ist kein Projekt, das man abhaken muss, sondern etwas, zu dem du zurückkehren kannst, wenn du willst. Manchmal kommt man dann an genau dem Tag wieder zu einer Idee, klebt was ein oder schreibt doch ein paar Sätze. Und manchmal bleibt’s einfach bei einer Tasse Tee und einer hübschen Seite. Und manchmal habe ich auch einfach Lust, ein paar Fotos einzukleben, und diese mit Papier und Stickern zu dekorieren. So bekommen sie einen einzigartigen Touch.
Dein Journal ist nur für dich. Kein Wettbewerb, keine Erwartungen – nur du, Papier, und vielleicht ein bisschen was Buntes drumherum.

Ideen fürs Schreiben – 30 Fragen, die dir helfen, loszulegen
Wenn dir mal nichts einfällt, hier sind 30 kleine Denkanstöße für dein Journal. Du musst sie nicht direkt beantworten – nutz sie als Inspiration, um ins Schreiben zu kommen.
- Wofür bin ich heute dankbar?
- Was hat mich heute zum Lächeln gebracht?
- Was würde ich gerne öfter machen?
- Wann fühle ich mich völlig bei mir?
- Wie sieht ein richtig guter Tag für mich aus?
- Was stresst mich – und was hilft dagegen?
- Woraus ziehe ich im Moment Energie?
- Welche Menschen tun mir gut?
- Was möchte ich in Zukunft loslassen?
- Welche Routinen machen mich ruhig?
- Was inspiriert mich gerade?
- Wie sieht Self-Care für mich aus?
- Welche Orte geben mir Kraft?
- Wann war ich zuletzt richtig stolz?
- Was bedeutet Slow Living für mich?
- Welche Musik passt zu meiner momentanen Stimmung?
- Was möchte ich demnächst ausprobieren?
- Welche Worte tun mir gut?
- Welche Träume möchte ich wieder aufgreifen?
- Welche Erinnerungen machen mich glücklich?
- Wie bin ich als Freundin oder Freund?
- Was brauche ich heute?
- Welche Farbe beschreibt meinen Tag?
- Was möchte ich in meinem Leben mehr würdigen?
- Welche Angewohnheit könnte ich liebevoll verändern?
- Was war der schönste Moment der letzten Woche?
- Welche Gedanken möchte ich loswerden?
- Was macht mich wirklich zufrieden?
- Welche kleinen Dinge machen meinen Alltag schöner?
- Was möchte ich festhalten, damit ich es nicht vergesse?
Manchmal reicht’s schon, sich eine davon rauszupicken, ein paar Sätze zu schreiben oder einfach ein paar Bilder oder Sticker dazu einzukleben. Dein Journal wächst mit dir – Seite für Seite.
🕊️ Meine Lieblingsprodukte rund ums Journaling
Hier findest du ein paar Dinge, die ich selbst nutze oder einfach wunderschön finde. Es sind Empfehlungs- und Affiliate-Links – wenn du darüber etwas kaufst, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass sich für dich etwas am Preis ändert.
- 📝 Schöne Journals: Stoff-verziertes Notizbuch mit feinem Papier – perfekt für tägliche Einträge oder kreative Ideen. Hier geht´s zum floralen Journal
- 🎨 Sticker & Washi-Tape: Florale oder minimalistische Stickerbögen, um deine Seiten liebevoll zu gestalten. zum Washi-Tape
- ✂️ Papier- & Bastelsets: Kleine Papiersammlungen mit unterschiedlichen Mustern, ideal zum Einkleben. Vintage Papier
- 🖊️ Farbige Stifte: Feine Brush Pens oder Gelstifte – für kleine Überschriften oder Farbakzente. Ich liebe diese Stifte
- 🧵 Scheren- & Schneideset: Praktisches Tool-Set mit Cutter, Lineal und Schneidunterlage für saubere Ränder. Hier geht es zum Set


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