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Was koche ich heute? So wird die Essensplanung im Familienalltag leichter
Es gibt Fragen, die im Familienalltag erstaunlich zuverlässig wiederkommen. Was koche ich heute? gehört definitiv dazu. Nicht dramatisch, aber irgendwann auch ein bisschen nervig. Vor allem dann, wenn man um fünf Uhr nachmittags noch einmal überlegen muss, was alle essen könnten, ob dafür überhaupt alles im Haus ist und wie lange das Ganze dauern darf.
Ich habe irgendwann aufgehört, für jeden Tag eine völlig neue Lösung finden zu wollen. Stattdessen plane ich ein kleines bisschen voraus, koche manche Dinge gleich in größerer Menge und habe ein paar einfache Gerichte im Hinterkopf, die bei uns fast immer funktionieren.
Das ist kein klassisches Meal Prep und ich verbringe auch keinen Sonntag damit, sieben identische Boxen für die kommende Woche zu füllen. Ich versuche einfach, mir die tägliche Essensfrage etwas leichter zu machen.
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Die wichtigste Regel dabei: Essensplanung soll den Alltag einfacher machen. Wenn sie selbst zu einer weiteren Aufgabe wird, die unbedingt perfekt erledigt werden muss, läuft etwas schief.
Ich plane nicht jeden Tag ein neues Gericht
Früher habe ich bei der Essensplanung oft viel zu kompliziert gedacht. Montag dieses Rezept, Dienstag etwas komplett anderes, Mittwoch wieder etwas Neues und am besten sollte natürlich alles abwechslungsreich, frisch und familienfreundlich sein.
Das kann man machen. Man muss aber nicht.
Inzwischen habe ich lieber eine kleine Auswahl an Gerichten und Grundideen, die immer wieder auftauchen dürfen. Nudeln mit Sauce müssen nicht alle drei Monate neu erfunden werden. Ein Ofengericht darf wiederkommen. Wraps, Brotzeit oder Rührei sind ganz normale Abendessen und nicht die Notlösung einer Familie, bei der irgendetwas schiefgelaufen ist.
Gerade diese Wiederholungen machen die Planung einfacher. Ich weiß, was gegessen wird, welche Zutaten ich dafür brauche und wie lange die Zubereitung ungefähr dauert.
Mein einfachster Trick: Ich koche nicht nur für heute
Wenn ich ohnehin am Herd stehe, überlege ich inzwischen oft kurz, ob ich gleich etwas mehr machen kann. Nicht immer und nicht bei jedem Gericht. Aber bei vielen Sachen ist der zusätzliche Aufwand erstaunlich klein.
Wenn ich eine Tomatensauce koche, kann ich gleich einen größeren Topf machen. Wenn Gemüse für ein Blech vorbereitet wird, kann eine zusätzliche Portion mit in den Ofen. Bei Reis oder Kartoffeln koche ich manchmal bewusst etwas mehr, weil daraus am nächsten Tag schnell wieder etwas Neues werden kann.
Das bedeutet nicht automatisch, dass wir zweimal hintereinander dasselbe essen müssen. Genau das finde ich an dieser Art der Vorbereitung praktisch.
Dinge, die sich bei uns gut vorbereiten lassen
- Tomaten oder Gemüsesaucen
- Reis für gebratenen Reis oder eine schnelle Gemüsepfanne
- Kartoffeln für Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat
- Ofengemüse für Wraps, Bowls oder als Beilage
- Suppen und Eintöpfe
- Curry und andere Gerichte mit Sauce
- Pfannkuchen oder Pancakes
- Füllungen für Wraps und schnelle Pfannengerichte
Es reicht schon, wenn dadurch ein oder zwei Mahlzeiten pro Woche leichter werden. Ich brauche keinen komplett gefüllten Gefrierschrank, damit sich das lohnt.
Reste sind bei mir eher eine Zutat als ein fertiges Abendessen
Ich mag es nicht besonders, drei Tage hintereinander denselben Topf aufzuwärmen. Deshalb überlege ich lieber, was sich aus vorbereiteten Zutaten noch machen lässt.
Übrig gebliebener Reis kann am nächsten Tag mit Gemüse und Ei in die Pfanne. Ofengemüse passt in einen Wrap. Aus einer Tomatensauce wird mit etwas Gemüse und Käse eine schnelle Nudelpfanne. Gekochte Kartoffeln landen am nächsten Tag in der Pfanne und aus Hähnchen oder Gemüse vom Vortag kann eine Füllung für Wraps entstehen.
So spart man sich einen Teil der Vorbereitung, ohne das Gefühl zu haben, schon wieder dasselbe zu essen.
Ein grober Wochenplan reicht völlig aus
Ein Essensplan funktioniert für mich am besten, wenn er nicht zu detailliert ist. Ich möchte nicht am Donnerstag das Gefühl haben, mich an irgendein Gericht halten zu müssen, auf das gerade niemand Lust hat.
Viel hilfreicher finde ich einen groben Rahmen. Ich entscheide ungefähr, welche Art von Essen es an den einzelnen Tagen geben könnte und kaufe entsprechend ein.
So könnte eine unkomplizierte Woche aussehen
Montag: Pasta mit Sauce und Gemüse
Dienstag: Reste, Brotzeit oder gebratener Reis
Mittwoch: Gemüsepfanne, Curry oder ein schnelles Pfannengericht
Donnerstag: etwas Vorgekochtes oder Eingefrorenes
Freitag: Wraps, Pizza oder Ofengericht
Wochenende: offen lassen und schauen, was passt
Natürlich muss niemand genau diese Reihenfolge übernehmen. Für mich liegt der Vorteil darin, dass ich ungefähr weiß, was wir essen könnten und welche Lebensmittel ich dafür einkaufen muss.
Wenn am Mittwoch plötzlich niemand Lust auf Gemüsepfanne hat, wird eben getauscht. Ein Wochenplan ist für mich eine Orientierung und kein Vertrag.
Ein paar Gerichte dürfen immer im Hinterkopf bleiben
Ich finde es hilfreich, einige Abendessen zu haben, über die ich überhaupt nicht lange nachdenken muss. Das müssen keine besonderen Rezepte sein. Im Gegenteil. Gerade die einfachen Sachen sind im Alltag oft die nützlichsten.
Bei uns gehören dazu zum Beispiel Nudeln mit Tomatensauce, Wraps, Rührei mit Brot, Kartoffeln mit Gemüse, eine schnelle Nudelpfanne, Ofengemüse, Pizza oder eine einfache Brotzeit.
Wenn du dir fünf bis zehn solcher Gerichte notierst, hast du schon eine kleine Auswahl für Tage, an denen dir spontan wirklich nichts einfällt.
Und wenn gar nichts geplant ist? Dann gibt es eben ein Butterbrot, Tiefkühlpizza, Nudeln mit Butter oder Käse, Rührei oder das, was gerade da ist. Auch das gehört für mich zu einer alltagstauglichen Essensplanung.
Ein kleiner Vorrat macht spontane Abendessen einfacher
Ich versuche außerdem, ein paar Lebensmittel im Haus zu haben, aus denen sich ohne großen Einkauf noch etwas machen lässt. Welche das sind, hängt natürlich davon ab, was deine Familie gerne isst.
Bei uns helfen zum Beispiel Nudeln, Reis, passierte Tomaten, Eier, Tiefkühlgemüse, Wraps, Käse und ein paar Dinge im Gefrierschrank. Daraus wird vielleicht kein besonderes Sonntagsessen, aber darum geht es an einem normalen Dienstag auch nicht.
Wenn ich weiß, dass aus dem Vorrat im Zweifel noch ein vernünftiges Abendessen entstehen kann, muss ich nicht wegen jeder vergessenen Zutat noch einmal los.
Kleine Küchenhelfer, die ich tatsächlich praktisch finde
Ich brauche nicht für jede Küchenaufgabe ein eigenes Gerät. Einige Dinge benutze ich aber regelmäßig, weil sie mir bei der Vorbereitung wirklich Zeit sparen.
Gemüseschneider mit verschiedenen Aufsätzen*
Wenn viel Gemüse vorbereitet werden soll, nehme ich gerne einen Gemüseschneider. Gerade Kartoffeln, Paprika und andere größere Mengen sind damit schnell vorbereitet und ich kann direkt etwas mehr für den nächsten Tag mitmachen.
Gemüseschneider ansehen*Stapelbare Frischhaltedosen*
Für vorbereitete Zutaten, Reste und Portionen zum Einfrieren finde ich stapelbare Dosen besonders praktisch. Sie lassen sich ordentlich verstauen und ich sehe schneller, was noch da ist.
Frischhaltedosen ansehen*Auslaufsichere Brotdosen*
Wenn ich am Abend sowieso etwas vorbereite, mache ich häufig auch gleich die Brotdose für den nächsten Tag fertig. Morgens steht sie dann schon im Kühlschrank und muss nur noch eingepackt werden.
Brotdosen ansehen*Mein Mahlzeitenplaner für einen schnellen Überblick
Irgendwann habe ich mir genau für diese Art der Planung einen eigenen Wochenplaner gemacht. Nicht, weil ich jeden Tag komplett durchplanen möchte, sondern weil ich gerne an einer Stelle sehe, was ungefähr vorgesehen ist.
Ich trage dort die Gerichte ein, die für die Woche infrage kommen, und kann beim Einkaufen direkt danach schauen. Wenn wir später Tage tauschen oder doch etwas anderes essen, ist das völlig egal.
Für mich ist der Planer deshalb eher eine Gedankenstütze als ein strenges System.
Familienfreundlicher Mahlzeitenplaner
Wenn du deine Mahlzeiten gerne auf einen Blick sehen möchtest, findest du meinen Wochenplaner in meinem Etsy Shop.
Mahlzeitenplaner ansehenEssensplanung darf flexibel bleiben
Ich glaube, genau das ist für mich inzwischen der wichtigste Punkt. Ein bisschen Planung hilft mir. Zu viel Planung würde mich eher nerven.
Deshalb habe ich keine lange Liste mit Regeln. Ich versuche, beim Kochen gelegentlich eine Portion mehr zu machen, ein paar einfache Gerichte im Kopf zu behalten und vor dem Einkauf ungefähr zu wissen, was in den nächsten Tagen auf den Tisch kommen könnte.
An manchen Wochen klappt das richtig gut. In anderen Wochen wird spontan gekocht, etwas bestellt oder eine Pizza in den Ofen geschoben. Das gehört genauso dazu.
Ein alltagstauglicher Essensplan sollte nicht dafür sorgen, dass man sich schlecht fühlt, wenn er nicht eingehalten wird. Er soll einem ein paar Entscheidungen abnehmen. Mehr muss er gar nicht können.
Mein Fazit
Die Frage Was koche ich heute? wird wahrscheinlich nicht irgendwann komplett aus unserem Familienalltag verschwinden. Aber sie muss auch nicht jeden Nachmittag wieder ganz von vorne beantwortet werden.
Ein kleiner Vorrat, ein paar bewährte Gerichte, etwas mehr kochen, wenn es gerade passt, und ein grober Wochenplan reichen bei mir meistens schon aus.
Und wenn es trotzdem einmal anders läuft, ist das eben so. Abendessen muss nicht jeden Tag besonders sein. Es muss vor allem zu dem Tag passen, den man gerade hatte.
Häufige Fragen zur Essensplanung für Familien
Muss ich für eine gute Essensplanung Meal Prep machen?
Nein. Du kannst Mahlzeiten vorausplanen, ohne einen ganzen Tag vorzukochen. Oft reicht es schon, beim normalen Kochen etwas mehr zuzubereiten oder einzelne Zutaten für den nächsten Tag mit vorzubereiten.
Was kann ich kochen, wenn ich keine Idee für das Abendessen habe?
Ein paar einfache Standardgerichte helfen sehr. Nudeln mit Sauce, Rührei mit Brot, Wraps, ein schnelles Pfannengericht, Ofengemüse oder eine Brotzeit brauchen wenig Planung und funktionieren auch an normalen Wochentagen.
Wie plane ich das Essen für eine Woche?
Ein grober Rahmen reicht oft aus. Überlege dir einige Gerichte, die in der kommenden Woche infrage kommen, und kaufe die wichtigsten Zutaten dafür ein. Die einzelnen Tage kannst du später immer noch tauschen.
Welche Gerichte lassen sich gut vorkochen oder einfrieren?
Suppen, Eintöpfe, Curry, viele Saucen und andere Gerichte mit viel Flüssigkeit eignen sich häufig gut. Auch einzelne Komponenten wie gekochter Reis oder vorbereitetes Gemüse können dir am nächsten Tag einen Teil der Arbeit abnehmen.
Was mache ich, wenn der Essensplan nicht aufgeht?
Dann wird umgeplant. Ein Essensplan ist eine Hilfe und keine Verpflichtung. Wenn sich Termine ändern oder niemand Lust auf das geplante Gericht hat, kannst du Tage tauschen, Reste essen oder etwas ganz Einfaches machen.
Welche Vorräte helfen bei schnellen Familiengerichten?
Das hängt natürlich davon ab, was ihr gerne esst. Nudeln, Reis, Eier, passierte Tomaten, Tiefkühlgemüse, Wraps und einige Lebensmittel im Gefrierschrank sind eine gute Grundlage für viele schnelle Abendessen.

